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Palaeo-
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RC 911

Das Hominid Corridor Research Project stellt sich vor

HCRP - ein kurzer Name mit einer langen Geschichte. Das 'Hominid Corridor Research Project' - startete bereits 1983. Die deutsch-amerikanisch-malawische Forschungskooperation unter Leitung von Timothy Bromage und Friedemann Schrenk hatte es sich zum Ziel gesetzt eine Forschungslücke zu schließen. Einfacher gesagt, als getan, denn die Lücke, die es zu schließen galt zog sich von den bekannten südafrikanischen Hominidenfundstätten wie Sterkfontein oder Makapanskat hinauf zu den ostafrikanischen Fundstellen im kenyanischen Koobi Fora oder Laetoli. Die These war einleuchtend, denn auch in dem Gebiet - dem Korridor des afrikanischen Rift Valleys - mussten sie gelebt haben: HOMINIDEN. Unsere Vorfahren waren es dann auch, die dem Projekt ihren Namen verliehen. Das Hominid-Corridor Research Project war geboren und damit auch eine Langzeitstudie im Malawi Rift. Doch warum Malawi? Das kleine Land, begrenzt von Sambia, Tanzania und Mozambique, weist im nördlichen Karonga-Distrikt einen etwa 80 Kilometer langen Sedimentstreifen auf, der Fossilien des Plio-Pleistozän enthält. Diese zum Teil 100 bis 2,5 Millionen Jahre alten Fossilien wurden vor etwa 100 000 Jahren durch tektonische Bewegungen wieder an die Erdoberfläche geliftet. Ein Glücksfall für die Paläoanthropologie, denn die Fossilien müssen nicht ausgegraben sondern einfach nur eingesammelt, dokumentiert und interpretiert werden. Was sich so einfach anhört, ist jedoch in Wirklichkeit ein wenig komplizierter. Erst das Zusammenspiel mehrerer Wissenschaften wie die Sedimentologie, die Geologie und die Paläoökologie, ermöglicht die vollständige Einordnung von Funden. Das HCRP erforscht deshalb Geologie, Paläontologie und Paläoökologie unter Berücksichtigung der geographischen Position Südost-Afrikas sowie den Ursprung und der Ausbreitung plio-pleistozäner Faunen.





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