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Uraha Foundation

Bildung

und

Wissen

für

Afrika

Cultural and Museum Centre Karonga
Cultural and Museum Centre Karonga
Schule
Bilder zum Umweltpfad









......werden in mehreren Projekten in West- und Ostafrika gefördert. Viele Pflanzen sind dort sehr wichtig für die Nutzung z.B. als Medizin, Nahrung oder Brennholz. Diese Arten sind aber zunehmend bedroht und auch das Wissen um ihre Nutzung geht immer mehr verloren. Durch Umweltlehrpfade und Medizinalpflanzengärten sollen die Arten bewahrt und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, sie schonend zu nutzen und damit langfristig zu erhalten.

rotes Viereck
Medizinalpflanzengärten und Naturlehrpfade:
Ein Brückenschlag von West- nach Ostafrika


Die in Westafrika gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelten Ansätze zum Erhalt von Pflanzenarten und dem damit verbunden lokalen Wissen kommen nun auch im ostafrikanischen Malawi zur Anwendung. Durch die Zusammenarbeit im Zentrum für interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) ist die Idee entstanden, gemeinsam mit Prof. Friedemann Schrenk und der privaten Uraha-Foundation am Cultural & Museum Centre Karonga in Malawi ebenfalls Aktivitäten zum Schutz der natürlichen Ressourcen und der Umweltbildung zu entfalten. Ermöglicht wurde dieses neue Projekt durch eine Förderung des Wirtschaftsministeriums des Landes Hessen. Im Dezember 2006 wurde damit begonnen, in einem artenreichen Sammelgebiet für Medizinalpflanzen einen Naturlehrpfad anzulegen; in diesem Gebiet liegt auch eine der berühmten Fundstellen von Hominiden. Damit kann nicht nur Wissen über ökologische Zusammenhänge, sondern auch über die kulturelle Geschichte der Region vermittelt werden.

 

Inzwischen ist ein für Malawi einzigartiger Lehrpfad entstanden, der verschiedenste ökologische Standorte sowie kulturell bedeutsame Plätze umfasst, und der bereits vor seiner Fertigstellung einen großen Bekanntheitsgrad erreicht hat. In diesem zunehmend von Umweltproblemen betroffenen Land ist das Interesse an dem Umweltpfad riesig. Trotz sehr begrenzter Transportmittel sind schon vor der Fertigstellung des Pfads erste Schulklassen angereist, um sich zu informieren. Die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig: die Bäume entlang des Pfades tragen Namensschilder in mehreren Lokalsprachen, die Nutzung und Bedeutung der Arten wurde dokumentiert, Lehrmodule für Schulklassen wurden ausgearbeitet und mehrere Theaterstücke zur Umweltsensibilisierung sind entwickelt worden.

 

Das Projekt ist ein weiteres Beispiel für die fruchtbare Verbindung von Wissensvermittlung und angewandter Forschung. Neue Forschungsaktivitäten sind bereits geplant, ihr Fokus richtet sich auf das lokale Umweltwissen, auf Ansätze zur nachhaltigen Ressourcennutzung und auf den Schutz bedrohter Arten. In Kooperation mit den Forstbehörden konnten bereits erste Anpflanzungsaktionen lokaler Baumarten durchgeführt werden.